Archiv | frühere Jahre
Im Folgenden finden Sie die Highlights und Schlüsselzahlen für das Jahr 2021.
Für einen vollständigen Überblick können Sie die Website für das Jahr 2021 besuchen. Der Geschäftsbericht steht auf compenswiss.ch zum Download (PDF) zur Verfügung.
Das Jahr 2021 war einerseits von einem kräftigen Wirtschaftswachstum mit steigenden Börsenkursen und andererseits von der anhaltenden Pandemie geprägt. Vor diesem Hintergrund ist es compenswiss (Ausgleichsfonds AHV/IV/EO) gelungen, nach Absicherungen eine Nettorendite von 5.28 % auf den Anlagen (Marktportfolio nach Absicherung - Vorjahr: 5.22 %) zu erzielen.
Mit der Unterzeichnung der Charta zur Lohngleichheit in staatsnahen Organisationen unterstrich die Geschäftsleitung ihr Engagement für die Gleichstellung von Frau und Mann.
Anteil der Mitarbeiterinnen in der Direktion und unter den Führungskräften der compenswiss. Eine Zahl, die in der gesamten Anstalt kontinuierlich steigt.
Das wirtschaftliche Umfeld und die Entwicklungen auf den Finanzmärkten waren weitgehend von der massiven geld- und finanzpolitischen Unterstützung nach Ausbruch der COVID-19-Pandemie geprägt.
Die gemeinsamen und beispiellosen Massnahmen der Zentralbanken und Regierungen auf der ganzen Welt haben einen kräftigen Aufschwung der Wirtschaftstätigkeit im Laufe des Jahres 2021 begünstigt. Es entstand ein positiver Wirtschaftskreislauf mit einem Anstieg des privanten Konsums, höheren Unternehmensgewinnen, einer Verbesserung des Arbeitsmarktes und folglich höheren Investitionen. Die starke Erhohlung des globalen Wachstums erreichte zur Jahresmitte ihren Höhepunkt, wobei es nach wie vor zu Abweichungen zwischen den wichtigsten Volkswirtschaften kam. Denn während der Wachstumsaufschwung in china im vierten Quartal 2020 seinen Höchststand erreichte, war dies in den USA im zweiten Quartal 2021 der Fall, gefolgt von Europa im Sommer.
Sie wird vom Verwaltungsrat beschlossen und soll die langfristige Struktur des Marktportfolios festlegen. Sie basiert auf den geschätzten Risikoprämien und den statistischen Rendite- und Risikobeziehungen zwischen den verschiedenen Anlageklassen.
Da die Anlagen über Anlageklassen, Segmente und Märkte hinweg breit gestreut sind, erfolgt das Risikomanagement zentral über Absicherungs- und Risikokontrollprogramme, bei denen derivative Instrumente zum Einsatz kommen. Auf diese Weise können die Transaktionskosten erheblich gesenkt und die Risiken konsolidiert gesteuert und überwacht werden.
Insgesamt überstiegen die Erträge aus der Versicherungstätigkeit die Aufwendungen um CHF 775 Millionen.
Die AHV weist einen Gewinn von CHF 2 583 Millionen aus, die IV einen Verlust von CHF 207 Millionen und die EO einen Gewinn von CHF 231 Millionen. Die Beiträge der Versicherten, CHF 42 846 Millionen, machen 72.1% des Gesamtertrags aus. Im Jahr 2021 ergänzte der Nettoergebnis aus Kapitalanlagen in der Höhe von CHF 1 832 Millionen das positive Gesamtergebnis aus dem Versicherungsaktivitäten. Beides trug somit zu einem Anstieg des kumulierten Eigenkapitals bei. Das positive Anlageergebnis aus den Kapitalanlagen ist auf eine gute Marktperformance nach einem schwierigen Jahresbeginn zurückzuführen.
In CHF Mio.
1. Beiträge der Versicherungstätigkeit
2. Aufwand der Versicherungstätigkeit
3. Ergebnis der Versicherungstätigkeit
4. Anlageresultat
5. Verwaltungskosten der Anlagetätigkeit
6. Resultat der Anlagetätigkeit
7. Operatives Gesamtergebnis
CHF
Erträge aus der Versicherungstätigkeit
Resultat der Anlagetätigkeit
Aggregiertes Jahresergebnis
Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist die wichtigste Säule der sozialen Vorsorge in der Schweiz. Die Altersrente soll es der versicherten Person ermöglichen, sich im vorgesehenen Alter aus dem Berufsleben zurückzuziehen, indem sie zusammen mit der beruflichen Vorsorge die materielle Sicherheit im Alter gewährleistet. Die Hinterlassenenrente wiederum soll verhindern, dass der Tod eines Elternteils oder Ehepartners zu grossen finanziellen Schwierigkeiten führt.
Das AHV-Kapital stieg um 5.5 % (oder CHF 2.6 Milliarden), dank des Jahresgewinns von CHF 2 583 Millionen.
Die Erträge stiegen um 3 % bzw. CHF 1 351 Millionen.
Der Aufwand stieg um 2.3 % oder CHF 1 050 Millionen.
Die Versicherungsaktivität erzielt einen Verteilungsgewinn von CHF 880 Millionen und leistet einen positiven Beitrag zum Ergebnis. Die Anlageverwaltung trägt mit einem positiven Ergebnis von CHF 1 652 Millionen bei. Die Zinsen aus der IV von CHF 51 Millionen ergänzen die Erfolgsrechnung zu einem Gesamtergebnis von CHF 2 583 Millionen zugunsten des AHV-Fonds.
(in CHF Milliarden)
Wie die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist auch die Invalidenversicherung (IV) eine Pflichtversicherung. Sie soll den versicherten invalid gewordenen Personen die Existenzgrundlage sichern, sei es durch Sachleistungen (Eingliederungsmassnahmen) oder durch Geldleistungen (Renten oder Zulagen).
Das Kapital der Sozialversicherung verringerte sich um 3.6 % oder CHF 207 Millionen. Somit war keine Schuldentilgung möglich.
Der Ertrag stieg um CHF 303 Millionen oder 3.3 %.
Der Gesamtaufwand stieg um CHF 237 Millionen oder 2.5 %. Der Jahresverlust ist somit geringer als der Vorjahresverlust, aber für diese Sozialversicherung sind wir immer noch in den roten Zahlen.
Der Anteil an den Kapitalanlagen kann den Verteilungsverlust nur abmildern. Das Betriebsergebnis ist mit CHF 207 Millionen erneut negativ.
(in CHF Milliarden)
Diese Versicherung gleicht einen Teil des Verdienstausfalls aus, den Personen erleiden, die Militärdienst oder Zivildienst leisten oder im Zivilschutz dienen. Seit 2005 gleicht sie auch Einkommensverluste bei Mutterschaft (Mutterschaftsentschädigung) und seit 2021 auch Einkommensverluste bei Vaterschaftsurlaub aus. Sie ist obligatorisch und alle AHV/IV-pflichtigen Personen zahlen Beiträge.
Insgesamt stieg das Kapital der Sozialversicherung um 17.1 % oder CHF 231 Millionen, was auf eine Zunahme der Reserven dieser Versicherung hindeutet.
Dieser Zufluss resultiert aus einem Anstieg der Beiträge um 14.5 % oder CHF 258 Millionen. Es ist anzumerken, dass die Erhöhung des Beitragssatzes den grössten Teil dieser Differenz erklärt.
Der Aufwand stieg um 13.9 % oder CHF 227 Millionen.
Das Umlageergebnis ist somit um CHF 165 Millionen höher und wird durch das Anlageergebnis auf ein Betriebsergebnis von CHF 231 Millionen verbessert.
(in CHF Milliarden)