Archiv | frühere Jahre
Im Folgenden finden Sie die Highlights und Schlüsselzahlen für das Jahr 2022.
Für einen vollständigen Überblick können Sie die Website für das Jahr 2022 besuchen. Der Geschäftsbericht steht auf compenswiss.ch zum Download (PDF) zur Verfügung.
Das Jahr 2022 wurde bereits im Februar durch den Ausbruch des Konflikts in der Ukraine geprägt, der die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie zum Stillstand brachte. Die Schockwelle breitete sich in der Folge weltweit aus und erschütterte nicht nur den Frieden und das Sicherheitsgefühl in Europa, sondern auch die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte. Zunehmende geopolitische Spannungen verschärften diese Probleme dann im Laufe des Jahres.
compenswiss evaluiert regelmässig ihre Lohnpolitik. Das Ergebnis der im ersten Quartal 2021 durchgeführten Analyse zeigt, dass die Gehälter den in dieser Richtlinie festgelegten Grundsätzen entsprechen. Die nächste Analyse wird im Jahr 2023 stattfinden. Die Anstalt verlangt zudem auch von ihren Liefer- und Dienstleistungsunternehmen, dass sie im Rahmen der öffentlichen Ausschreibungen der compenswiss für Lohngleichheit sorgen.
Gesamtanteil der Mitarbeiterinnen in der Geschäftsleitung und unter den Führungskräften der compenswiss. Diese Zahl ist identisch mit 2021.
Das Jahr 2022 war von einer Reihe von Ereignissen geprägt, die grosse Auswirkungen auf die Finanzmärkte hatten.
Die Wiedereröffnung der Weltwirtschaft post-COVID brachte eine starke Erholung der Nachfrage, was wiederum zu einer Rückkehr der Inflation führte. Diese wurde durch globale Versorgungsengpässe, insbesondere bei Waren aus China, verschärft.
Der Ausbruch des Konflikts in der Ukraine führte zu einer schweren Energiekrise, zumal Russland der zweitgrösste Rohölproduzent der Welt und der grösste Exporteur nach Europa ist. Die Energie- und Rohstoffpreise wurden auf Rekordhöhen getrieben, was den Inflationsdruck weiter verstärkte.
Die Anlagepolitik für die Ausgleichsfonds soll die Zahlungsfähigkeit der drei Sozialversicherungen (AHV, IV, EO) jederzeit gewährleisten. So haben die Organe der compenswiss als Ziel eine reale, d.h. über der Inflationsrate liegende und den Marktbedingungen entsprechende Rendite definiert.
Da die Anlagen über Anlageklassen, Segmente und Märkte hinweg breit gestreut sind, erfolgt das Risikomanagement zentral über Absicherungs- und Risikokontrollprogramme unter Einsatz von Derivaten. Auf diese Weise können die Transaktionskosten erheblich gesenkt und die Risiken konsolidiert gesteuert und überwacht werden.
Insgesamt überstiegen die Erträge aus der Versicherungstätigkeit die Aufwendungen um CHF 2 066 Millionen.
Die Beiträge der Versicherten machen mit CHF 44 220 Millionen 72.1 % der Gesamterträge aus.
Im Jahr 2022 verdrängte das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen von CHF –5 032 Millionen den Gewinn aus den Versicherungstätigkeiten und führte zu einem negativen Gesamtergebnis. Dies führte folglich zu einer Verringerung des kumulierten Eigenkapitals. Das negative Ergebnis aus Kapitalanlagen ist auf die schlechten Marktbedingungen zurückzuführen. Das Anlageergebnis wird auf die drei Sozialversicherungen entsprechend ihrer jeweiligen Anteilen an den verschiedenen Anlageklassen aufgeteilt.
In CHF Mio.
1. Beiträge der Versicherungstätigkeit
2. Aufwand der Versicherungstätigkeit
3. Ergebnis der Versicherungstätigkeit
4. Anlageresultat
5. Verwaltungskosten der Anlagetätigkeit
6. Resultat der Anlagetätigkeit
7. Operatives Gesamtergebnis
CHF
Nettoergebnis aus den Versicherungstätigkeiten
Resultat der Anlagetätigkeit
Aggregiertes Jahresergebnis
Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist die wichtigste Säule der sozialen Vorsorge in der Schweiz. Die Altersrente soll es der versicherten Person ermöglichen, sich im vorgesehenen Alter aus dem Berufsleben zurückzuziehen, indem sie zusammen mit der beruflichen Vorsorge die materielle Sicherheit im Alter gewährleistet. Die Hinterlassenenrente wiederum soll verhindern, dass der Tod eines Elternteils oder Ehepartners zu grossen finanziellen Schwierigkeiten führt.
Das AHV-Vermögen sank um 5.4 % (oder CHF 2.7 Milliarden) aufgrund des Jahresverlustes von CHF 2 706 Millionen.
Der Ertrag stieg um 3.2 % oder CHF 1 532 Millionen.
Der Aufwand stieg um 1.7 % oder CHF 780 Millionen.
So erwirtschaftet die Versicherungstätigkeit einen Umlagegewinn von CHF 1 632 Millionen und liefert einen positiven Beitrag zum Ergebnis. Die Vermögensverwaltung erwirtschaftet einen Verlust von CHF 4 389 Millionen und annulliert den Gewinn aus der Versicherungstätigkeit.
Die Zinsen aus der IV in Höhe von CHF 51 Millionen ergänzen diesen Verlust nicht. Das Gesamtergebnis beläuft sich somit auf CHF –2 706 Millionen für den AHV-Fonds.
(in CHF Milliarden)
Wie die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist auch die Invalidenversicherung (IV) eine Pflichtversicherung. Sie soll den versicherten invalid gewordenen Personen die Existenzgrundlage sichern, sei es durch Sachleistungen (Eingliederungsmassnahmen) oder durch Geldleistungen (Renten oder Zulagen).
Das Vermögen der Sozialversicherung verringerte sich um 4.9 % oder CHF 294 Millionen. Eine Schuldentilgung war nicht möglich.
Der Ertrag stieg um CHF 370 Millionen oder 3.9 %.
Der Gesamtaufwand sank um CHF 117 Millionen oder 1.2 %.
Der Jahresverlust des Vorjahres wurde somit in einen kleinen Gewinn in der Versicherungstätigkeit umgewandelt. Der Anteil an den Kapitalanlagen war mit CHF 415 Millionen negativ, was zu einem Betriebsergebnis von –CHF 293 Millionen führte.
(in CHF Milliarden)
Diese Versicherung gleicht einen Teil des Verdienstausfalls aus, den Personen erleiden, die Militärdienst oder Zivildienst leisten oder im Zivilschutz dienen. Seit 2005 gleicht sie auch Einkommensverluste bei Mutterschaft (Mutterschaftsentschädigung) und seit 2021 auch Einkommensverluste bei Vaterschaftsurlaub aus. Sie ist obligatorisch und alle AHV/IV-pflichtigen Personen zahlen Beiträge.
Insgesamt stieg das Vermögen der Sozialversicherung um 2.1 % oder CHF 33 Millionen, was auf eine Zunahme der Reserven dieser Versicherung hindeutet.
Der Ertrag stieg leicht um CHF 63 Millionen oder 3.1 %. Der Aufwand hingegen stieg um 0.6 % oder CHF 11 Millionen.
Das Umlageergebnis ist somit um CHF 217 Millionen positiv und gleicht das negative Anlageergebnis von –CHF 184 Millionen aus, so dass ein Betriebsergebnis von CHF 33 Millionen erzielt wird.
(in CHF Milliarden)