Die Anlagepolitik für die Ausgleichsfonds muss die Zahlungsfähigkeit der drei Sozialversicherungen (AHV, IV, EO) jederzeit gewährleisten. So haben die Organe der compenswiss als Ziel eine reale Rendite definiert, d.h. eine Rendite, die über der Inflationsrate liegt und den Marktbedingungen entspricht.
compenswiss verwaltet das Vermögen der drei Ausgleichsfonds gemeinsam, wobei die Besonderheiten der einzelnen Fonds berücksichtigt werden. Jährlich validiert der Verwaltungsrat auf Vorschlag der Geschäftsleitung für jede der Sozialversicherungen ein Risikobudget, das deren Bilanz und Entwicklungsperspektiven berücksichtigt. Gleichermassen legt er die jährliche Anlageallokation (AAA) und die detaillierte Allokation nach Segmenten (DAA) des Vermögens fest.
«compenswiss verwaltet das Vermögen der drei Ausgleichsfonds gemeinsam, wobei die Besonderheiten der einzelnen Fonds berücksichtigt werden.»
Das Vermögen wird in das «Marktportfolio» investiert, das dem Vermögensaufbau dient und für 2023 ein geschätztes durchschnittliches Renditepotenzial von 1.8 % aufweist. Es unterliegt der AAA, ist geografisch und sektoriell diversifiziert und umfasst langfristige Anlagen wie Aktien, Anleihen, Immobilienfonds und Gold.
Nachdem der Verwaltungsrat ein Risikobudget festgelegt hat, das mit den finanziellen und wirtschaftlichen Projektionen der drei Sozialversicherungen übereinstimmt, stützt er sich auf die geschätzten Risikoprämien und die Beziehungen zwischen den Renditen der Anlageklassen, um die strategische Allokation festzulegen. Diese beinhaltet Mindest- und Höchstgewichtungen für die Anlageklassen sowie explizite Fremdwährungsexposures.
Die Umsetzung der strategischen Allokation wird durch ein definiertes Risikobudget eingegrenzt, das der Allokation einen relativ passiven taktischen Charakter verleiht. Das Risiko wird anhand der Abweichung zwischen tatsächlicher und theoretischer Allokation gemessen. Ein Drittel des für 2023 zugewiesenen Budgets wurde aufgebraucht. Dies ist vor allem auf die vorausschauende Bewirtschaftung der Geldflüsse und die zeitlichen Verzögerungen zurückzuführen, die mit den Kapitalabrufen für Immobilien und Private Debt verbunden sind.
Mit 38 % der Allokation stellen die auf Fremdwährungen lautenden Anleihen die grösste Anlageklasse dar. Aktien machen 26 % der Allokation aus. Sie bieten langfristig attraktive Renditen, sind jedoch mit höheren kurzfristigen Risiken behaftet. Der Anteil von Anleihen und anderen festverzinslichen Instrumenten in CHF beläuft sich auf 18 %. Immobilien, die 15 % der Allokationen ausmachen, sind vor allem im Hinblick auf langfristiges Wachstum interessant.
Um die Diversifizierung des Portfolios weiter zu fördern und sich gegen Inflation zu schützen, investiert compenswiss auch in Edelmetalle in Höhe von 3 %. Seit 2019 ist diese Anlageklasse auf Gold beschränkt.
Nach Absicherung beträgt das Fremdwährungsexposure 27 %.
Struktur der strategischen Allokation
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