Überzeugt von der Bedeutung der Nachhaltigkeit für die langfristige Bewertung der Investitionen, achtet compenswiss auf die kontinuierliche Weiterentwicklung ihres nachhaltigen Ansatzes. Dieser erstreckt sich über vier Hauptachsen: ESG-Integration, Ausübung der Stimmrechte, Aktionärsdialog und Ausschlüsse.
Um ihrer Verantwortung als Investorin besser gerecht zu werden, berücksichtigt compenswiss seit 2001 für einen Teil der Anlagen spezifische Nachhaltigkeitskriterien. Diese Kriterien basieren unter anderem auf spezifischen Benchmarks für grosskapitalisierte Aktien und für Regierungsanleihen auf Indizes, die an eine robuste Haushaltspolitik geknüpft sind.
compenswiss hat Nachhaltigkeitsmessungen eingeführt, die den Grossteil des Portfolios abdecken. Die Messungen beschreiben den E-, S- und G-Zustand der Investitionen, einschliesslich der Klimadimensionen, der Kontroversen oder der UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung. Dadurch konnten auf einfache Weise die «Swiss Climate Scores» errechnet werden, deren Anwendung der Bundesrat den Schweizer Finanzmarktakteuren seit Juni 2022 empfiehlt.
Die Rahmenbedingungen für verantwortungsbewusstes Investment werden gemäss den in der ESG-Roadmap festgelegten Schritten weiterentwickelt. Ein System zur Klassifizierung von Staaten wurde eingeführt. Darüber hinaus sieht die ESG-Roadmap die Erhebung von Daten zur Anlageklasse "Immobilien" vor.
compenswiss veröffentlicht systematisch ihr Stimmverhalten an den Generalversammlungen der im Portfolio gehaltenen kotierten Unternehmen. Aus Gründen der Komplexität beschränkt sich die Stimmrechtsausübung auf Schweizer Aktiengesellschaften. Ein externer Dienstleister für Finanzen und Unternehmens-Governance berät compenswiss bei der Analyse der Traktanden der Generalversammlungen und übt die Stimmrechte gemäss den Instruktionen der Geschäftsstelle in seiner Funktion als unabhängiger Vertreter aus.
compenswiss ist Gründungsmitglied des "Schweizer Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen" (SVVK), welcher seinen Mitgliedern unter anderem Ausschlussempfehlungen nach vordefinierten Kriterien zur Verfügung stellt. Diese können so auf einer evidenzbasierten Grundlage die Umweltverträglichkeit, den zivilgesellschaftlichen und den wirtschaftlichen Aspekt bei ihren Anlagen berücksichtigen.
compenswiss führt den Dialog mit börsennotierten Unternehmen über den SVVK. Dadurch werden die Kosten sowie die Stärken der Mitglieder des Vereins gebündelt, um ihren Einfluss auf die Unternehmen zu erhöhen. Der SVVK steht derzeit mit rund 359 Unternehmen im aktiven Dialog über ESG-Themen.
compenswiss kennt drei Arten von Ausschlüssen: normative Ausschlüsse, sektorale Ausschlüsse sowie den Ausstieg.
Normative Ausschlüsse beziehen sich auf Aktivitäten, die im Widerspruch zur Schweizer Verfassung, ihren Gesetzen sowie zu internationalen Verträgen stehen, die unser Land ratifiziert hat. So sind beispielsweise Unternehmen, die verbotene Waffen herstellen, aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen. Der Umfang der normativen Ausschlüsse umfasst 12 souveräne Emittenten, die nach den Kriterien des SECO gegen das Völkerrecht verstossen: Afghanistan, Belarus, Iran, Libyen, Myanmar, Nordkorea, Russland, Sudan, Südsudan, Syrien, Venezuela und Simbabwe.
Sektorale Ausschlüsse ergeben sich aus einer Nachhaltigkeitsanalyse sowie dem Risiko-Nutzen-Verhältnis der Unternehmen, z. B. wenn sie eine Tätigkeit ausüben, die mittel- bis langfristig überflüssig werden dürfte. Heute ist dies bei Tätigkeiten im Zusammenhang mit thermischer Kohle der Fall.
In der Anlageklasse "Edelmetalle" wird nur in physisches Gold investiert. Rohstoffe wie nicht erneuerbare Energie, landwirtschaftliche Produkte oder auch Vieh sind ausgeschlossen. Etwa ein Drittel unseres Goldbestands besteht aus rückverfolgbaren Goldbarren, da die ESG-Standards für diese Anlagen verschärft wurden. Rohstoffe wie nicht erneuerbare Energien, landwirtschaftliche Produkte oder Vieh sind ausgeschlossen.
Der Ausstieg ist das letzte Mittel, wenn der Aktionärsdialog zu keinem Ergebnis führt. Fälle dieser Art von Ausschluss sind allerdings weniger häufig. Generell versucht compenswiss, den Dialog so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.
Ende 2024 belief sich die Zahl der Ausschlüsse auf insgesamt 127 Unternehmen im Anlageuniversum der compenswiss, von denen 99 Unternehmen betrafen, die mehr als 15 % ihres Umsatzes mit Kohle erwirtschaften und die nur ein geringes Potenzial für den Übergang zu kohlenstoffarmen Aktivitäten haben.
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