Tätigkeitsbericht 2024

Risikomanagement

Um das Bewusstsein und die Verantwortung für das Risikomanagement auf allen Ebenen kontinuierlich zu stärken, hat compenswiss einen Prozess entwickelt, der sich auf drei Grundprinzipien stützt: Prävention, Erkennung und Reaktion.

Seine Umsetzung wird regelmässig auf Übereinstimmung mit den Best Practices und Anpassung an die Risikoentwicklung überprüft.

Der Verwaltungsrat legt die Risikobereitschaft und die daraus resultierenden Toleranzen fest und bestimmt, wie mit grösseren Gefährdungen wie zum Beispiel strategischen Risiken umgegangen werden soll.

Finanzielle Risiken auf Kapitalanlagen

Finanzielle Risiken gehören zu den wichtigsten Risiken, denen compenswiss aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist. Sie umfassen den Rückgang der Bewertung des verwalteten Vermögens aufgrund von Marktentwicklungen (Marktrisiken), der Qualität der Schuldner oder der Gegenparteien (Kreditrisiken) sowie das Risiko, dass das gesamte oder ein Teil des verwalteten Vermögens nicht zu einem angemessenen Preis verkauft werden kann, weil es keine Käufer auf dem Markt gibt (Liquiditätsrisiken).

Gemäss Art. 3 Abs. 4 des Ausgleichsfondsgesetzes sind «Die Aktiven des Ausgleichsfonds so zu bewirtschaften, dass für jeden Ausgleichsfonds das bestmögliche Verhältnis zwischen Sicherheit und marktkonformem Ertrag entsprechend seinem Anlage- und Risikoprofil gewährleistet ist».

«Die Aktiven der Ausgleichsfonds sind so zu bewirtschaften, dass für jeden Ausgleichsfonds das bestmögliche Verhältnis zwischen Sicherheit und marktkonformem Ertrag entsprechend seinem Anlage- und Risikoprofil gewährleistet ist.»

Der Verwaltungsrat legt Anlagerichtlinien fest, um finanzielle Risiken zu begrenzen, welche die Risikotoleranz der compenswiss übersteigen würden. Die Geschäftsleitung ist für die Umsetzung des Risikomanagements verantwortlich und sorgt auch für die Anwendung des Grundsatzes der Risikostreuung.

Marktrisiken

Systemische Markt- oder titelspezifische Risiken können den Wert der Anlagen und damit das Vermögen der Fonds schwanken lassen. compenswiss kann bestimmte dieser Marktrisiken zentral absichern.

Liquiditätsrisiken

Für jeden Ausgleichsfonds müssen jederzeit ausreichende liquide Mittel bereitgehalten werden, um die Abrechnungssalden an die Ausgleichskassen zu überweisen und ihnen die zur Erbringung der gesetzlichen Leistungen notwendigen Vorschüsse zu gewähren.

Kreditrisiken

Die Kreditrisiken betreffen die Bonität einer Gegenpartei. Diese wird unter anderem durch «Ratings» beurteilt, die das Risiko eines Zahlungsausfalls berücksichtigen. compenswiss setzt Kreditlimiten fest und validiert oder widerruft Gegenparteien, die für Geldanlagen oder Derivatgeschäfte verwendet werden.

Compliance-Risiken

Compliance-Risiken sind die Risiken der Nichteinhaltung von gesetzlichen und regulatorischen Bestimmungen, anwendbaren Verhaltensnormen und ethischen Geschäftsprinzipien. Sie werden detailliert überwacht. Bei den Anlagen achtet compenswiss darauf, dass die Portfoliomanager die festgelegten Investitionslimiten und bestimmte regulatorische Kennzahlen sowie ihre vertraglichen Verpflichtungen einhalten.

Um der ständigen Entwicklung der schweizerischen und internationalen Gesetze und Vorschriften Rechnung zu tragen, die sich direkt oder indirekt auf ihre Aktivitäten auswirken, hat compenswiss eine Regulierungsüberwachung geschaffen.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken sind die Risiken von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Prozessen, Menschen, Computersystemen oder als Folge externer Ereignisse entstehen.

Kartografie der operationellen Risiken

compenswiss steuert die operationellen Risiken, indem sie Schlüsselfaktoren wie Menschen, Prozesse, Systeme und Dienstleister im Rahmen einer Risikokartografie identifiziert, analysiert und bewertet. Die Kartografie führt die Risiken auf, die mit den einzelnen Prozessschritten verbunden sind sowie angemessene risikomitigierende Massnahmen (Risikobewältigungsstrategie). Hinzu kommt eine Überwachung der operationellen Vorfälle mit einer qualitativen und quantitativen Analyse, die es ermöglicht, die Prozesse und Systeme sowie das interne Kontrollsystem (IKS) zu optimieren.

Business Continuity Management (BCM)

BCM ist ein Prozess mit dem Ziel, die Integrität einer Einheit zu schützen. Durch die Identifizierung ihrer Risiken kann die Anstalt angemessene Massnahmen treffen und Antworten auf mögliche Bedrohungen ausarbeiten. compenswiss hat einen Kontinuitätsplan entwickelt, der eine Vielzahl von Szenarien abdeckt und regelmässig getestet wird. 


You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

expand_less