Tätigkeitsbericht 2025

Liquidität

Die von compenswiss verwalteten Fonds haben den Zweck, Defizite und Überschüsse der Sozialversicherungen auszugleichen. Alle Finanzflüsse des Sozialversicherungssystems laufen zunächst über die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS), die dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) untersteht. Die Salden dieser zentralen Konten der Sozialversicherung werden dann an compenswiss überwiesen oder von dort abgebucht. Die Finanzflüsse werden aggregiert und dann auf die Fonds der drei Sozialversicherungen (AHV, IV und EO) verteilt.

Liquiditätsmanagement

compenswiss verwaltet zentral die Liquidität der drei Sozialversicherungen. Bei ihrer Planung berücksichtigt die Anstalt die Finanzströmen und die grossen saisonalen Schwankungen, die für jede der drei Sozialversicherungen unterschiedliche strukturelle Ursachen haben (siehe nachstehende Grafik «Tresoreriebestand 2025»). Die Bewirtschaftung der Finanzströme basiert auf einer detaillierten Planung, die einen angemessenen Liquiditätsbestand für jede der drei Sozialversicherungen sicherstellt.

Das Jahr 2025 war durch unterschiedliche Liquiditätsbedürfnisse der drei Sozialversicherungen gekennzeichnet. Für die AHV wurden im Laufe des Jahres schrittweise Liquiditätsreserven von rund CHF 2 Milliarden gebildet, um die im Dezember 2026 fälligen Zahlungen für die 13. Rente vorzubereiten. Die in den Jahren 2024 und 2025 gebildeten Reserven zur Deckung des Liquiditätsbedarfs der Invalidenversicherung wurden hingegen im Jahr 2025 vollständig aufgebraucht.

Dank der Möglichkeit, den Schweizer Repo-Markt in Anspruch zu nehmen, kann compenswiss von einer beträchtlichen kurzfristigen Finanzierungskapazität profitieren. Zudem verschafft ihr eine wertpapierbesicherte Kreditlinie von CHF 500 Millionen bei der SNB einen noch grösseren Handlungsspielraum, um die Solvenz der Sozialversicherungen zu gewährleisten.

Ergebnisse 2025

Im Jahr 2025 betrug die Rendite der flüssigen Mittel 0.62 % (gegenüber 1.55 % im Jahr 2024). Das Jahr 2025 war geprägt von einem weiteren Rückgang der kurzfristigen CHF-Zinssätze, der bereits 2024 eingesetzt hatte. Tatsächlich sanken die Zinsen von 0.50 % zu Jahresbeginn auf 0 % ab Mitte Juni 2025. Die Performance der Tresorerie widerspiegelt somit die durchschnittliche Rendite des SARON-Satzes (Swiss Average Rate Overnight), d. h. des kurzfristigen Referenzzinssatzes. Aufgrund einer im Vergleich zum Üblichen höheren durchschnittlichen Laufzeit der Anlagen – insbesondere zur Deckung des Liquiditätsbedarfs für die Auszahlung der 13. AHV-Rente im Dezember 2026 – lag die Performance der Liquiditätsverwaltung über dem Referenzzinssatz (SARON).

Die Einnahmen der Sozialversicherungen beliefen sich auf rund CHF 68.1 Milliarden, die Ausgaben auf rund CHF 66.2 Milliarden. Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben verteilt sich wie folgt auf die drei Sozialversicherungen: Überschüsse von rund CHF 2.2 Milliarden bei der AHV und knapp CHF 200 Millionen bei der EO, und ein Defizit von rund CHF 450 Millionen bei der IV.

In Mio. CHF


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