Der Allokationseffekt misst die Auswirkung auf die Gesamtperformance der Zuteilung der Vermögenswerte auf die einzelnen Anlageklassen.
Referenzgrösse, z. B. ein Aktienindex oder ein Indexportfolio, die für die Messung der Rendite oder zur Performanceanalyse eines Portfolios als Vergleichsmassstab dient. Ist der Benchmark ein Index, wird er auch Referenzindex genannt.
Bezeichnet die Qualität eines Schuldners. Sie ergibt sich aus der Kreditfähigkeit (objektives Kriterium) und der Kreditwürdigkeit (subjektives Kriterium). Berücksichtigt werden also Zahlungsfähigkeit und -willen sowie spezifische Eigenschaften des Schuldners bzw. seiner Organe.
Bezeichnet die detaillierte Umsetzung der Anlagestrategie in verschiedenste Anlageklassen mit dem Ziel eines möglichst breit diversifizierten Portfolios.
Vertraglich geregeltes Termingeschäft, dessen Bewertung von der Wertentwicklung eines oder mehrerer Basiswerte abhängt. Derivate werden vor allem zur Bewirtschaftung von Risiken eingesetzt. Sie dienen dazu, das einem Portfolio inhärente Risiko zu reduzieren. Eine zweite Anwendung zielt darauf hin, Transaktionskosten im Vergleich zu direkten Käufen oder Verkäufen der Basiswerte gering zu halten.
Auf ausländische Währungen lautende und im Ausland zahlbare Geldforderung.
Die Duration ist eine Sensitivitätskennzahl, welche die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer einer Geldanlage in einem festverzinslichen Wertpapier bezeichnet. Sie berücksichtigt im Gegensatz zur Restlaufzeit die unterschiedlich hohen Coupons der Anleihen, die auf Zinsänderungen unterschiedlich reagieren, und wird in Jahren angegeben. Je grösser die Duration, desto stärker wirken sich Veränderungen im Zinsniveau auf den Kurs des Wertpapiers aus, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn.
Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) sind die drei wichtigsten Faktoren zur Messung der Nachhaltigkeit und der ethischen Auswirkungen einer Investition in ein Unternehmen oder einen Wirtschaftsraum.
Futures sind an einer Börse gehandelte, standardisierte Terminkontrakte auf Wertpapiere, Indizes, Devisen, Zinsen und Waren. Sie beinhalten eine fest verpflichtende Vereinbarung über Preis, Menge, Lieferdatum und eine Ausübungspflicht für Käufer und Verkäufer.
Zeit zwischen der Entstehung einer Schuld (Obligation, Darlehen usw.) und deren Fälligkeit bzw. der tatsächlichen Tilgung. Die Restlaufzeit ist die verbleibende Zeit zwischen einem bestimmten Zeitpunkt nach der Entstehung der Schuld und der Fälligkeit.
Mass, welches die Wertentwicklung bzw. den Wertzuwachs von Kapitalanlagen oder Portfolios ausdrückt. Es sind sämtliche Erträge und die Kursveränderungen erfasst. Die Performance des Portfolios wird in der Regel nach Abzug der Bewirtschaftungskosten (Transaktionskosten und Honorare) ausgedrückt. Die Performance von Benchmarks hingegen beinhaltet keine Kosten.
Das Rating widerspiegelt eine Beurteilung der Bonität eines Schuldners oder eines Wertpapiers. Es wird die Wahrscheinlichkeit qualifiziert, mit welcher ein Schuldner in der Lage sein wird, Zins und Rückzahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Es werden Ratings für kurzfristige Verpflichtungen erteilt (z. B. A1, P1) und solche für langfristige Verpflichtungen (z. B. Aaa, AAA). Die Beurteilung ergibt sich anhand einer skalierten Einstufung, die von der Ratingagentur definiert wird. Bei S&P zum Beispiel bezeichnet AAA die Höchstnote und BBB- die Tiefstnote im Investment-Grade-Bereich.
Prozentualer Ertrag einer Anlage im Vergleich zum tatsächlich investierten Kapital. Es gibt Renditen für verzinsliche Anlagen (Couponzinsen) und für Aktien (Dividenden).
Jährlicher Ertrag einer festverzinslichen Anlage in Prozenten des investierten Kapitals, sofern die Anlage bis zur Fälligkeit gehalten wird. Die Berechnung setzt voraus, dass die zukünftig ausbezahlten Zinsen zum selben Zinssatz reinvestiert werden können.
Bei einem REPO-Geschäft («Sale and Repurchase Agreement») handelt es sich um eine Rückkaufvereinbarung, unter welcher Obligationen von einer Partei verkauft und gleichzeitig auf Termin und zum selben Preis zurückgekauft werden. Wirtschaftlich handelt es sich um eine durch Wertschriften gedeckte Kreditaufnahme. Der Geldnehmer (Verkäufer der Obligationen) zahlt einen vereinbarten REPO-Zins. Für den Geldgeber (Käufer der Wertschriften) bildet dieselbe Transaktion einen sogenannten Reverse-REPO. REPO-Geschäfte können der kurzfristigen Liquiditätssteuerung dienen.
Leihe von Wertschriften auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Erhalt einer Kommission und Stellung von Sicherheiten. Rechtlich handelt es sich um Sachdarlehen gemäss Art. 312 ff. OR.
Der Selektionseffekt misst die Auswirkung der auf den einzelnen Portfolios erzielten Relativperformance auf die Gesamtperformance (Performance der einzelnen Portfolios minus Performance deren Benchmarks).
Kennzahl zur risikoadjustierten Performancemessung einer Anlage oder eines Portfolios. Die Relativperformance zum risikofreien Zinssatz wird ins Verhältnis zur Standardabweichung (Volatilität) der erwirtschafteten Performance gesetzt. Je höher die Sharpe Ratio ausfällt, desto besser ist die risikogewichtete Performance des Portfolios.
Anlageform, bei welcher verschiedene Finanzinstrumente in einem Einzelprodukt kombiniert werden. Neben traditionellen Anlagen (Aktien, Obligationen usw.) bilden Derivate einen Bestandteil von strukturierten Produkten. Durch die Kombination können die Risikocharakteristiken der einzelnen Bestandteile verändert werden. Auf diesem Weg kann allenfalls besonderen Bedürfnissen eines Anlegers Rechnung getragen werden. Strukturierte Produkte beinhalten in der Regel ein Gegenparteirisiko.
Der Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen wurde im Dezember 2015 von grossen institutionellen Investoren, darunter compenswiss, gegründet. Seine Leistungen basieren auf einer normativen Grundlage. Sie umfassen das Screening und die Überwachung der Entwicklung der Portfolios ihrer Mitglieder, den Dialog mit gefährdeten Unternehmen, die Erstellung von Ausschlussempfehlungen, die interne und externe Kommunikation der Ergebnisse sowie den Wissenstransfer.
Vertrag, welcher den Austausch von Zahlungsflüssen (fix gegen variabel) beinhaltet. Die mangelnde Standardisierung solcher Produkte ermöglicht massgeschneiderte Lösungen. Da der Handel ausserbörslich stattfindet, ist das Gegenparteirisiko von zentraler Bedeutung.
Die Volatilität misst die relative Schwankungsbandbreite (statistische Standardabweichung vom Mittelwert über eine bestimmte Zeitperiode) eines Wertpapierkurses oder der Performance eines Portfolios. Sie ist ein Mass für das Marktpreisrisiko. Je höher die Volatilität, desto risikoreicher ist die Anlage bzw. das Portfolio.
Der Wiederbeschaffungswert entspricht dem Marktwert eines derivativen Finanzinstruments, also dem Preis, den man beim Ausfall der Gegenpartei für den Abschluss eines Ersatzgeschäftes bezahlen müsste. Ein positiver Wiederbeschaffungswert widerspiegelt ein Kreditrisiko gegenüber der Gegenpartei. Wiederbeschaffungswerte können durch den Austausch von Sicherheiten ausgeglichen werden.
Systematische Absicherungsstrategie gegen Ereignisse mit hohem negativem Ausfall, aber geringer Wahrscheinlichkeit. Solche Strategien werden mittels derivativer Finanzinstrumente umgesetzt.
Vereinbarung zwischen zwei Parteien zum Tausch von variablen gegen feste Zinszahlungen auf der Basis eines bestimmten Nominalwertes in vorbestimmten, regelmässigen Zeitabständen und über eine vereinbarte Laufzeit. Wer eine variable Zinszahlung leistet und dagegen eine feste erhält, profitiert von fallenden Geldmarktzinsen. Die Gegenpartei, welche feste Zinszahlungen leistet und dagegen variable erhält, profitiert von steigenden Geldmarktzinsen. Zinsswaps können zur Bewirtschaftung von verzinslichen Anlagen verwendet werden.
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