Aktivitätenbericht 2021

Strategische Vermögensaufteilung (SVA) für die drei Sozialversicherungen

Die Anlagepolitik für die Ausgleichsfonds muss die Zahlungsfähigkeit der drei Sozialversicherungen (AHV, IV, EO) jederzeit gewährleisten. So haben die Organe von compenswiss ein Ziel definiert, das auf einen realen Vermögenszuwachs und eine marktgerechte Rendite abzielt.

Verwaltung der drei Fonds

compenswiss verwaltet das Vermögen der drei Ausgleichsfonds gemeinsam, wobei die Besonderheiten jedes Fonds berücksichtigt werden. Für jede Sozialversicherung wird ein Risikobudget unter Berücksichtigung der Bilanz und der Entwicklungsperspektiven erstellt und jährlich vom Verwaltungsrat überprüft. Dieser legt auch die SVA sowie die detaillierte Allokation nach Segmenten (DAA) fest.

Anlageportfolios

Das Vermögen wird auf zwei Portfolios mit unterschiedlichem Risikoprofil und Anlageziel aufgeteilt. Das «Basisportfolio» dient der permanenten Sicherstellung der Liquidität. Daher besteht es aus risikoarmen Anlagen, insbesondere aus Anlagen in Geldmarktinstrumenten. Das «Marktportfolio» hat ein höheres durchschnittliches Renditepotenzial, das für 2021 auf 1.6 % geschätzt wird. Es unterliegt der SVA, ist stärker diversifiziert als das Basisportfolio und umfasst längerfristige Anlagen wie Aktien und Anleihen.

«Im 2021 wurde (...) eine Liquiditätsreserve ausschliesslich für die IV gebildet.»

Im Jahr 2021 wurde angesichts der mittelfristigen finanziellen Aussichten jeder der drei Versicherungen eine Liquiditätsreserve ausschliesslich für die IV gebildet. Die Hälfte dieser Reserve wurde zur Finanzierung des Defizits 2021 der Versicherung verwendet, indem das Basisportfolio monatlich desinvestiert wurde.

Strategische und taktische Allokation von Investitionen

Bei der Festlegung der strategischen Allokation stützt sich der Verwaltungsrat auf die geschätzten Risikoprämien und die Korrelationen der Renditen zwischen den Anlageklassen. Für jede dieser Kategorien legt er Mindest- und Höchstgewichtungen fest und nimmt eine jährliche Überprüfung nach Zielgewichtungen für das kommende Jahr vor.

Der Anlageprozess, anhand dessen der Verwaltungsrat die jährliche Allokation festlegt, wurde 2021 überarbeitet. Dabei wurde insbesondere eine grössere Transparenz angestrebt. Die Änderungen verfolgen ausserdem die Ziele, die Effizienz durch Vereinfachung des Anlageprozesses zu steigern und bei der Umsetzung den Fokus auf einen im Vergleich zum aktuellen Prozess grundsätzlich passiveren Ansatz zu legen.

Struktur der strategischen Allokation

43 % der Allokationen entfallen auf Fremdwährungsanleihen, die damit die wichtigste Anlageklasse darstellen. Aktien machen 23 % aus. Sie bieten langfristig attraktive Renditen, sind jedoch mit höheren kurzfristigen Risiken behaftet. Der Anteil von Anleihen und anderen festverzinslichen Instrumenten in CHF entspricht 21 %. Er ist aufgrund ihres geringen Ertragspotenzials niedriger als die beiden anderen Anlageklassen. Immobilien, die 11 % der Allokationen ausmachen, sind vor allem im Hinblick auf langfristiges Wachstum interessant. Um die Diversifizierung des Portfolios weiter zu fördern und sich gegen Inflation zu schützen, investiert compenswiss auch in Edelmetalle in Höhe von 2 %. Seit 2019 ist diese als «Rohstoffe» bezeichnete Anlageklasse auf Gold beschränkt.

Die Risikofaktoren Aktien, Wechselkurse und Zinssätze werden durch spezielle Absicherungsprogramme gesteuert.

 

 

Minima     Maxima        Jährliche Referenz


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