Die Anlagepolitik für die Ausgleichsfonds muss die Zahlungsfähigkeit der drei Sozialversicherungen (AHV, IV, EO) jederzeit gewährleisten. Daher haben die Organe von compenswiss ein langfristiges Realrenditeziel festgelegt, das sich aus der Schweizer Inflationsrate zuzüglich einer Prämie zusammensetzt und den Marktbedingungen entspricht.
compenswiss verwaltet das Vermögen der drei Ausgleichsfonds gemeinsam, wobei die Besonderheiten der einzelnen Fonds berücksichtigt werden. Jährlich validiert der Verwaltungsrat auf Vorschlag der Geschäftsleitung für jede Sozialversicherung ein Risikobudget, das deren Bilanz und Entwicklungsperspektiven berücksichtigt. Gleichermassen legt er die jährliche Vermögensallokation (AAA) und die detaillierte Allokation nach Segmenten (DAA) des Vermögens fest.
«compenswiss verwaltet das Vermögen der drei Ausgleichsfonds gemeinsam, wobei die Besonderheiten der einzelnen Fonds berücksichtigt werden.»
Das Vermögen wird in das «Marktportfolio» investiert, das dem Vermögensaufbau dient und für 2025 ein geschätztes durchschnittliches Renditepotenzial von 2.7 % aufweist. Es unterliegt der DAA, ist geografisch und sektoriell diversifiziert und umfasst langfristige Anlagen wie Aktien, Anleihen, Immobilienfonds und Gold.
Nachdem der Verwaltungsrat ein Risikobudget festgelegt hat, das mit den finanziellen und wirtschaftlichen Perspektiven der drei Sozialversicherungen übereinstimmt, stützt er sich auf die geschätzten Renditen und die Beziehungen zwischen den Anlageklassen, um die strategische Allokation festzulegen. Diese wird mit Mindest- und Höchstgewichtungen für die Anlageklassen sowie explizite Fremdwährungsexposures ergänzt.
Die Umsetzung der strategischen Allokation wird durch ein geringes Risikobudget begrenzt, was ihr einen passiven Charakter verleiht. Das relative Risiko wird anhand der Abweichung zwischen der effektiven und der theoretischen Allokation gemessen. Die Hälfte des für 2025 zugewiesenen Budgets wurde aufgebraucht. Dies ist vor allem auf das Cashflow-Management und die zeitlichen Verzögerungen bei den Kapitalabrufen für Immobilien und Private Debt zurückzuführen.
Mit 37 % der Allokation stellen die auf Fremdwährungen lautenden Anleihen die grösste Anlageklasse dar. Aktien machen 29 % der Allokation aus. Sie bieten langfristig attraktive Renditen, sind jedoch mit höheren kurzfristigen Risiken behaftet. Der Anteil von Anleihen und anderen festverzinslichen Instrumenten in CHF beläuft sich auf 16 %. Immobilien, die 15 % der Allokationen ausmachen, sind vor allem im Hinblick auf langfristiges Wachstum interessant.
Um die Diversifizierung des Portfolios weiter zu fördern und sich gegen Inflation zu schützen, investiert compenswiss auch in Edelmetalle im Umfang von 3 %. Seit 2019 ist diese Anlageklasse auf Gold beschränkt.
Nach Absicherung beträgt die Fremdwährungsexposure 22.5 %.
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