Da die Vermögensanlagen breit nach Kategorien, Segmenten und Märkten diversifiziert sind, erfolgt die Risikobewirtschaftung zentral mittels Absicherungs- und Steuerungsprogrammen, welche derivative Instrumente einsetzen. Dieses Vorgehen spart erhebliche Transaktionskosten und ermöglicht eine konsolidierte Steuerung und Überwachung der Risiken. Die Geschäftsstelle verfügt hierzu über die notwendigen Instrumente und Kontrollprozesse sowie über die erforderliche Erfahrung. Derivate bestehen zu etwa 15 % aus börsennotierten Instrumenten und zu etwa 85 % aus Derivaten, die auf dem ausserbörslichen Markt («Over The Counter», OTC) abgeschlossen wurden, insbesondere für Zinsen und Währungen. Die OTC-Derivate werden auf der Grundlage von ISDA-Verträgen – dem internationalen Standard in diesem Bereich – abgeschlossen und profitieren in der überwiegenden Mehrheit von einem täglichen Austausch von Sicherheiten in Höhe des Wiederbeschaffungswerts dieser Instrumente.
Weil die Zahlungsverpflichtungen von compenswiss (vor allem Renten) der Fonds in Schweizer Franken bestehen, gilt die nationale Währung als Referenz für die Vermögensverwaltung. Deshalb sind die Währungsrisiken weitgehend abgesichert, je nach Währung jedoch in unterschiedlich hohem Masse. Ende 2021 beliefen sich die Aktiven in Fremdwährung auf CHF 23 Milliarden vor Absicherung und CHF 9 Milliarden nach Absicherung.
«Die Aktiven in Fremdwährung beliefen sich auf CHF 23 Milliarden vor Absicherung und CHF 9 Milliarden nach Absicherung.»
1) Absicherung des Risikos der Hauptwährungen
Die aggregierten Fremdwährungsverpflichtungen des Gesamtportfolios werden für jede der acht Hauptwährungen (USD, EUR, GBP, JPY, AUD, CAD, SEK, HKD) in unterschiedlichem Masse abgesichert. Per 31. Dezember 2021 lagen die Absicherungsquoten zwischen 50 % und 90 % (ausgenommen die SEK, welche aufgrund ihrer Unterbewertung nicht abgesichert ist). Der Deckungsgrad pro Währung (Hedge Ratio) wird jedes Jahr vom Verwaltungsrat auf der Grundlage ökonomischer Analysen festgelegt, die sich auf die Bewertungsdifferenz im Vergleich zu den Kaufkraftparitäten konzentrieren. Der USD, der im Benchmark einem Anteil von CHF 11 Milliarden gleichkommt, war Ende 2021 zu 77 % abgesichert und stellt das Hauptwährungsrisiko dar.
2) Absicherung des Nebenwährungsrisikos
Für sekundäre Währungen wird das Deckungsniveau jährlich vom Verwaltungsrat festgelegt. Für 2021 wurde entschieden, diese Währungen, in denen die AHV/IV/EO-Ausgleichsfonds eine signifikante Exposure haben (zwischen zirka CHF 700 Millionen bei der grössten und zirka CHF 10 Millionen bei der kleinsten Exposure), in Höhe von 10 % abzusichern. Das Investment Committee hat die taktische Möglichkeit, die Exposure dieser Währungen bis zu 50 % abzusichern.
Der Verwaltungsrat legt ebenfalls jedes Jahr die für die Anleihen in USD, EUR und CHF angestrebte durchschnittliche Kapitalbindungsdauer (Duration) fest. Diese Durationen sind im Zusammenhang mit dem für die Fonds als Referenz festgelegten Investitionshorizont (5 Jahre) zu sehen.
Das Absicherungsprogramm mittels Derivaten ermöglicht es, eine konkrete Durationspositionierung zu bestimmen und Portfolioanpassungen vorzunehmen, ohne dabei unterliegende Anleihen in den Portfolios kaufen oder verkaufen zu müssen. Die für 2021 gültigen Durationen waren pro Währung wie folgt: CHF 5.25 Jahre, EUR 5 Jahre, USD 5.75 Jahre.
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