Aktivitätenbericht 2021

Mitgliedschaftsrechte und Nachhaltigkeit

Überzeugt von der Bedeutung der Nachhaltigkeit, achtet compenswiss auf die kontinuierliche Weiterentwicklung seines nachhaltigen Ansatzes. Dieser erstreckt sich über vier Hauptachsen: ESG-Integration, Ausübung der Stimmrechte, Aktionärsdialog und Ausschlüsse.

ESG-Integration

Um ihrer Verantwortung als Investorin besser gerecht zu werden, berücksichtigt compenswiss seit 2001 für einen Teil der Anlagen spezifische Nachhaltigkeitskriterien. Diese Kriterien basieren unter anderem auf spezifischen Benchmarks für Large-Cap-Aktien und für Regierungsanleihen auf Indizes, die an eine robuste Haushaltspolitik geknüpft sind.

«compenswiss ist Gründungsmitglied des Schweizer Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK-ASIR).»

compenswiss ist Gründungsmitglied des Schweizer Vereins für verantwortungsbewusste Kaptitalanlagen (SVVK-ASIR). Dieser stellt seinen Mitgliedern unter anderem Analysen von Anlagen nach vordefinierten Kriterien zur Verfügung. So können die einzelnen Einrichtungen und Institutionen auf einer evidenzbasierten Grundlage die Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsfreundlichkeit ihrer Anlagen berücksichtigen.

Ausübung von Stimmrechten

compenswiss veröffentlicht systematisch ihr Stimmverhalten an den Generalversammlungen der Unternehmen, an denen die Anstalt beteiligt ist. Aus Aufwandsgründen beschränkt sich die Ausübung der Stimmrechte auf schweizerische Aktiengesellschaften. Ein externer Spezialist für Finanzen und Unternehmens-Governance berät compenswiss bei der Analyse der Generalversammlungstraktanden. Es ist die Aufgabe der Geschäftsstelle, diese unabhängige Vertretung zu instruieren.

Aktionärsdialog

compenswiss führt den Dialog mit den Unternehmen, an denen die Anstalt beteiligt ist, über den SVVK. Dadurch werden die Kräfte aller Mitglieder des Vereins gebündelt, um seinen Einfluss bei den Unternehmen zu erhöhen. Der SVVK steht derzeit mit mehr als 130 Unternehmen in einem aktiven Dialog über ESG-Themen.

130

Unternehmen, mit denen der SVVK in einem aktiven Dialog über ESG-Themen steht

Dank seiner starken Position konnte der SVVK in verschiedenen Themenbereichen deutliche Fortschritte erzielen, insbesondere im Bereich Klima. Dies geschah über einen Aktionärsdialog, der mit rund 20 Unternehmen aus der Zement- und Stahlindustrie geführt wurde, die allein für fast 15 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind.

Ausschlüsse

compenswiss kennt drei Arten von Ausschlüssen: normative Ausschlüsse, sektorale Ausschlüsse sowie den Ausstieg.

Normative Ausschlüsse beziehen sich auf Aktivitäten, die im Widerspruch zur Schweizer Verfassung stehen. So werden beispielsweise Unternehmen, die verbotene Waffen herstellen, aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen.

Sektorale Ausschlüsse ergeben sich aus einer Risiko-Nutzen-Analyse der Unternehmen, z.B. wenn sie eine Tätigkeit ausüben, die kurz- oder mittelfristig überflüssig werden dürfte. Heute ist dies bei Tätigkeiten im Zusammenhang mit Kohle der Fall. In der Anlageklasse «Edelmetalle» wird nur in physisches Gold investiert. Auf Energiewerte, Agrarrohstoffe und Viehwirtschaft wird verzichtet.

Der Ausstieg ist das letzte Mittel, wenn der Aktionärsdialog zu keinem Ergebnis führt. Fälle dieser Art von Ausschluss sind eher selten. Generell versucht compenswiss, den Dialog so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

Im Jahr 2021 belief sich die Zahl der Ausschlüsse im compenswiss Anlageuniversum auf insgesamt 77 Unternehmen, von denen 56 Unternehmen betrafen, die mehr als 30 % ihres Umsatzes mit Kohle erwirtschaften.

 

 


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